Zum Inhalt springen

Hauptmenü

{{ bs5.template.a18y.jump_to_navigation }}
Soziale Selbsthilfe

Selbsthilfe & Colostomie

Das Leben mit einem künstlichen Darmausgang bringt anfangs oft große Verunsicherung, Sorgen um die richtige Versorgung und die Angst vor peinlichen Situationen in der Öffentlichkeit mit sich. Viele Betroffene fühlen sich durch die körperliche Veränderung isoliert und ziehen sich aus Scham aus ihrem sozialen Umfeld zurück, was die Lebensqualität erheblich einschränken kann. In dieser sensiblen Phase ist es ein befreiender Schritt zu erfahren, dass Ihre Fragen zur Bewältigung des Alltags ernst genommen werden und es einen Ort gibt, an dem Sie ganz offen über Ihre Bedürfnisse sprechen können.

Hier setzt die gemeinschaftliche Selbsthilfe an: Sie ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Menschen, die als „Experten in eigener Sache“ bereits gelernt haben, mit einem Stoma aktiv und selbstbewusst zu leben. In einer Selbsthilfegruppe begegnen sich die Teilnehmenden auf Augenhöhe, um in einem vertrauensvollen Rahmen ohne professionelle Leitung praktische Tipps und emotionale Unterstützung auszutauschen. Das Herzstück bildet das ehrliche Gespräch unter Gleichgesinnten, das dabei hilft, die anfängliche Isolation aufzubrechen und die neue Lebenssituation als Teil der persönlichen Identität anzunehmen.

Die Teilnahme an einer Gruppe wirkt positiv, indem sie durch gelebte Empathie zeigt, dass ein uneingeschränktes Leben mit Sport, Reisen und sozialen Aktivitäten weiterhin möglich ist. Der intensive Wissensaustausch über Versorgungsprodukte, Ernährung oder Kleidung stärkt Ihre eigene Kompetenz und mindert die Angst vor Unfällen im Alltag spürbar. In der solidarischen Gemeinschaft finden Sie die nötige Motivation und Stärke, um Ihr Selbstvertrauen zurückzugewinnen und Ihren Alltag wieder vollkommen selbstbestimmt und sicher zu gestalten.

Demnächst hier: Selbsthilfegruppen zum Thema Colostomie aus ganz Deutschland

Wusstest du, dass es 2023 laut einer Befragung durch die NAKOS über 36.000 Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland gibt? Wenn wir für von Recherche über die Kontaktaufnahme bis hin zur Prüfung und Aufnahme in unser Verzeichnis nur 5 Minuten Zeit investieren müssten, wären wir über 3000 Stunden damit beschäftigt. Das wäre eine Person ein Jahr lang täglich ca. 8 Stunden.

Wir beginnen daher systematisch, Selbsthilfegruppen, Selbsthilfe-Beratungsstelle, Selbsthilfe-Organisationen an Board zu nehmen. Das braucht Zeit. Wir bitten um Verständnis.

Bis es soweit ist, kannst du dich auch an eine der regionalen Selbsthilfe Kontakt- und Beratungsstellen in unserem Selbsthilfe-Labor wenden!

Weitere Informationen

Verwandte Themen:

Siehe auch : Darm