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Chronische Erkrankung

Selbsthilfe & Covid-19

Auch lange nach der akuten Infektion kämpfen viele Menschen mit massiver Erschöpfung, Atemnot oder kognitiven Einschränkungen, die den gewohnten Alltag oft unmöglich machen. Diese unsichtbaren Folgen führen häufig zu großer Verunsicherung, Existenzsorgen und dem Gefühl, vom Umfeld oder dem Gesundheitssystem nicht ernst genommen zu werden. In dieser belastenden Situation ist es ein entscheidender Schritt zu erfahren, dass Ihre Beschwerden real sind und es einen Ort gibt, an dem Sie nicht länger allein um Anerkennung und Genesung kämpfen müssen.

An diesem Punkt bietet die gemeinschaftliche Selbsthilfe einen geschützten Raum für Menschen, die als „Experten in eigener Sache“ ähnliche Langzeitfolgen erleben. Selbsthilfegruppen sind freiwillige Zusammenschlüsse, in denen sich Betroffene auf Augenhöhe begegnen, um sich ohne professionelle Leitung gegenseitig zu stützen und wertvolles Wissen über den Umgang mit der Erkrankung zu teilen. Das Herzstück bildet das vertrauensvolle Gespräch, das dabei hilft, die soziale Isolation aufzuheben und die Erkenntnis zu festigen, dass Sie trotz der gesundheitlichen Rückschläge Teil einer starken Gemeinschaft sind.

Die Teilnahme an einer Gruppe wirkt positiv, indem sie durch tiefe Empathie zeigt, dass Sie mit Ihren Herausforderungen verstanden werden. Der intensive Austausch über Therapiemöglichkeiten, Pacing-Strategien oder sozialrechtliche Ansprüche stärkt Ihre eigene Kompetenz und hilft dabei, die veränderte Lebenssituation besser anzunehmen. In der solidarischen Gemeinschaft finden Sie die nötige Motivation und Stärke, um Ihre Ressourcen zu schonen, kleine Fortschritte zu feiern und Ihren Weg zurück zu mehr Lebensqualität aktiv zu gestalten.

Demnächst hier: Selbsthilfegruppen zum Thema Covid-19 aus ganz Deutschland

Wusstest du, dass es 2023 laut einer Befragung durch die NAKOS über 36.000 Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland gibt? Wenn wir für von Recherche über die Kontaktaufnahme bis hin zur Prüfung und Aufnahme in unser Verzeichnis nur 5 Minuten Zeit investieren müssten, wären wir über 3000 Stunden damit beschäftigt. Das wäre eine Person ein Jahr lang täglich ca. 8 Stunden.

Wir beginnen daher systematisch, Selbsthilfegruppen, Selbsthilfe-Beratungsstelle, Selbsthilfe-Organisationen an Board zu nehmen. Das braucht Zeit. Wir bitten um Verständnis.

Bis es soweit ist, kannst du dich auch an eine der regionalen Selbsthilfe Kontakt- und Beratungsstellen in unserem Selbsthilfe-Labor wenden!

Weitere Informationen

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Siehe auch : Long-Covid