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Soziale Selbsthilfe

Selbsthilfe & Demenz

Die Diagnose Demenz löst bei Betroffenen und ihren Familien oft große Verunsicherung, die Angst vor dem schleichenden Verlust der Erinnerung und tiefe Sorgen um die künftige Alltagsbewältigung aus. Viele Angehörige fühlen sich mit der zunehmenden Verantwortung, den emotionalen Veränderungen ihrer Liebsten und der sozialen Isolation in der Pflege oft völlig allein gelassen. In dieser belastenden Situation ist es ein entscheidender Schritt zu erfahren, dass Ihre Gefühle der Überforderung ernst genommen werden und es einen Ort gibt, an dem Sie gemeinsam mit anderen Antworten auf die Fragen der neuen Lebensrealität finden können.

Hier bietet die gemeinschaftliche Selbsthilfe einen geschützten Raum für den vertrauensvollen Austausch unter „Experten in eigener Sache“, die die täglichen Hürden einer Demenzerkrankung aus eigenem Erleben kennen. Selbsthilfegruppen sind freiwillige Zusammenschlüsse, in denen sich die Teilnehmenden auf Augenhöhe begegnen, um sich ohne professionelle Leitung gegenseitig emotional zu stützen und wertvolles Erfahrungswissen zu teilen. Das Herzstück bildet das ehrliche Gespräch in einer Gemeinschaft, die ohne viele Erklärungen versteht, was Sie bewegt, wodurch die Isolation aufgebrochen und echte Solidarität gelebt wird.

Die Teilnahme an einer Gruppe wirkt positiv, indem sie durch gelebte Empathie und Anteilnahme zeigt, dass Lebensqualität und Momente der Freude auch mit der Diagnose Demenz möglich sind. Der intensive Wissensaustausch über Pflegegrade, rechtliche Vorsorge oder den Umgang mit schwierigen Verhaltensweisen stärkt Ihre eigene Kompetenz und fördert die Akzeptanz der persönlichen Situation. In dieser starken Gemeinschaft finden Sie die nötige Motivation und Stärke, um Ihre Ressourcen zu schonen, neue Geduld zu gewinnen und Ihren Alltag trotz der Erkrankung wieder liebevoller und strukturierter zu gestalten.

Demnächst hier: Selbsthilfegruppen zum Thema Demenz aus ganz Deutschland

Wusstest du, dass es 2023 laut einer Befragung durch die NAKOS über 36.000 Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland gibt? Wenn wir für von Recherche über die Kontaktaufnahme bis hin zur Prüfung und Aufnahme in unser Verzeichnis nur 5 Minuten Zeit investieren müssten, wären wir über 3000 Stunden damit beschäftigt. Das wäre eine Person ein Jahr lang täglich ca. 8 Stunden.

Wir beginnen daher systematisch, Selbsthilfegruppen, Selbsthilfe-Beratungsstelle, Selbsthilfe-Organisationen an Board zu nehmen. Das braucht Zeit. Wir bitten um Verständnis.

Bis es soweit ist, kannst du dich auch an eine der regionalen Selbsthilfe Kontakt- und Beratungsstellen in unserem Selbsthilfe-Labor wenden!

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