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Soziale Selbsthilfe

Selbsthilfe & Dyskalkulie

Wenn Zahlen und mathematische Logik im Alltag zur unüberwindbaren Hürde werden, leiden Betroffene und ihre Familien oft unter enormem Leistungsdruck und der Angst vor sozialer Ausgrenzung. Viele Kinder und Erwachsene mit Dyskalkulie fühlen sich aufgrund ihrer Schwierigkeiten missverstanden oder gar „dumm“, was zu einem massiven Verlust an Selbstvertrauen und einem Rückzug aus Lern- und Arbeitssituationen führen kann. In dieser belastenden Situation ist es ein entscheidender Schritt zu erfahren, dass Ihre Herausforderungen ernst genommen werden und es einen Ort gibt, an dem Sie ohne Bewertung über Ihre Erfahrungen sprechen können.

Hier bietet die gemeinschaftliche Selbsthilfe einen geschützten Raum für den vertrauensvollen Austausch unter Menschen, die als „Experten in eigener Sache“ die Hürden der Rechenschwäche aus eigenem Erleben kennen. Selbsthilfegruppen sind freiwillige Zusammenschlüsse, in denen sich Eltern oder erwachsene Betroffene auf Augenhöhe begegnen, um sich ohne professionelle Leitung gegenseitig emotional zu stützen und wertvolle Strategien zu teilen. Das Herzstück bildet das ehrliche Gespräch in einer Gemeinschaft, die versteht, dass Dyskalkulie nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun hat, wodurch die Scham aufgebrochen und echte Entlastung spürbar wird.

Die Teilnahme an einer Gruppe wirkt positiv, indem sie durch gelebte Empathie zeigt, dass ein erfolgreicher Lebensweg auch mit einer Rechenschwäche möglich ist. Der intensive Wissensaustausch über Nachteilsausgleiche in der Schule, effektive Fördermethoden oder den Umgang mit Ängsten stärkt Ihre eigene Kompetenz und fördert die Akzeptanz der individuellen Stärken und Schwächen. In der solidarischen Gemeinschaft finden Sie die nötige Motivation und Stärke, um Ihr Selbstwertgefühl wieder aufzubauen und Ihren Alltag – jenseits der Welt der Zahlen – selbstbestimmt und mit neuer Zuversicht zu gestalten.

Demnächst hier: Selbsthilfegruppen zum Thema Dyskalkulie aus ganz Deutschland

Wusstest du, dass es 2023 laut einer Befragung durch die NAKOS über 36.000 Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland gibt? Wenn wir für von Recherche über die Kontaktaufnahme bis hin zur Prüfung und Aufnahme in unser Verzeichnis nur 5 Minuten Zeit investieren müssten, wären wir über 3000 Stunden damit beschäftigt. Das wäre eine Person ein Jahr lang täglich ca. 8 Stunden.

Wir beginnen daher systematisch, Selbsthilfegruppen, Selbsthilfe-Beratungsstelle, Selbsthilfe-Organisationen an Board zu nehmen. Das braucht Zeit. Wir bitten um Verständnis.

Bis es soweit ist, kannst du dich auch an eine der regionalen Selbsthilfe Kontakt- und Beratungsstellen in unserem Selbsthilfe-Labor wenden!

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