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Soziale Selbsthilfe

Selbsthilfe & Essen

Wenn das tägliche Essen von quälenden Gedanken über Kalorien, dem Verlust der Kontrolle oder der ständigen Angst vor Unverträglichkeiten überschattet wird, gerät die Lebensqualität massiv aus dem Gleichgewicht. Viele Betroffene leiden unter Schamgefühlen und ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück, da gemeinsame Mahlzeiten in unserer Gesellschaft eine zentrale Rolle spielen und oft als belastender Prüfstein empfunden werden. In dieser Situation ist es ein befreiender Schritt zu erfahren, dass Ihre Sorgen ernst genommen werden und es einen Ort gibt, an dem Sie ohne die Maske des „Funktionierens“ ganz offen über Ihr Verhältnis zum Essen sprechen können.

An diesem Punkt setzt die gemeinschaftliche Selbsthilfe an: Sie ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Menschen, die als „Experten in eigener Sache“ ähnliche Herausforderungen im Umgang mit Nahrung und Körperbild meistern. In einer Selbsthilfegruppe begegnen sich die Teilnehmenden auf Augenhöhe, um sich ohne professionelle Leitung gegenseitig emotional zu stützen und das Schweigen über ihr Essverhalten zu brechen. Das Herzstück bildet das vertrauensvolle Gespräch in einem geschützten Rahmen, das dabei hilft, die Isolation aufzuheben und wieder eine gesunde Verbindung zu sich selbst und anderen Menschen herzustellen.

Die Teilnahme an einer Gruppe wirkt positiv, indem sie durch tiefe Empathie und Akzeptanz zeigt, dass Sie mit Ihren Kämpfen nicht allein sind. Der intensive Wissensaustausch über Bewältigungsstrategien, Rückfallprävention oder den Umgang mit Triggern stärkt Ihre Motivation für eine nachhaltige Verhaltensänderung und fördert die eigene Stabilität. In dieser starken Gemeinschaft finden Sie die nötige Anteilnahme und Stärke, um Schritt für Schritt ein entspannteres Verhältnis zum Essen zu entwickeln und Ihren Alltag wieder selbstbestimmter, genussvoller und mit neuem Rückhalt zu gestalten.

Demnächst hier: Selbsthilfegruppen zum Thema Essen aus ganz Deutschland

Wusstest du, dass es 2023 laut einer Befragung durch die NAKOS über 36.000 Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland gibt? Wenn wir für von Recherche über die Kontaktaufnahme bis hin zur Prüfung und Aufnahme in unser Verzeichnis nur 5 Minuten Zeit investieren müssten, wären wir über 3000 Stunden damit beschäftigt. Das wäre eine Person ein Jahr lang täglich ca. 8 Stunden.

Wir beginnen daher systematisch, Selbsthilfegruppen, Selbsthilfe-Beratungsstelle, Selbsthilfe-Organisationen an Board zu nehmen. Das braucht Zeit. Wir bitten um Verständnis.

Bis es soweit ist, kannst du dich auch an eine der regionalen Selbsthilfe Kontakt- und Beratungsstellen in unserem Selbsthilfe-Labor wenden!