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Menschen mit Behinderung

Selbsthilfe & FASD

Das Leben mit FASD bedeutet für Eltern und Bezugspersonen oft einen permanenten Balanceakt zwischen notwendiger Struktur und unvorhersehbaren Gefühlsausbrüchen des Kindes. Viele Familien kämpfen täglich mit dem Unverständnis des sozialen Umfelds für das „schwierige“ Verhalten oder mit bürokratischen Hürden bei der Beantragung von Pflegegraden und Nachteilsausgleichen. In dieser kräftezehrenden Situation ist es ein entscheidender Schritt zu erfahren, dass Ihre Belastung ernst genommen wird und es einen Ort gibt, an dem Sie nicht länger erklären müssen, warum der Alltag so anders verläuft als bei anderen.

Hier bietet die gemeinschaftliche Selbsthilfe einen geschützten Raum für Menschen, die als „Experten in eigener Sache“ die Besonderheiten von FASD aus dem echten Leben kennen. Selbsthilfegruppen sind freiwillige Zusammenschlüsse, in denen sich Eltern, Pflegeeltern und Angehörige auf Augenhöhe begegnen, um sich ohne professionelle Leitung gegenseitig emotional zu stützen und praktisches Erfahrungswissen zu teilen. Das Herzstück bildet das ehrliche Gespräch in einer Gemeinschaft, die die neurologischen Hintergründe versteht, wodurch Schuldgefühle abgebaut und soziale Isolation wirksam aufgebrochen werden.

Die Teilnahme an einer Gruppe wirkt positiv, indem sie durch tiefe Empathie und Anteilnahme zeigt, dass Sie in Ihren Herausforderungen nicht allein sind. Der intensive Wissensaustausch über FASD-spezifische Erziehungsmethoden, rechtliche Ansprüche oder geeignete Therapieformen stärkt Ihre eigene Kompetenz und fördert die Akzeptanz der individuellen Lebenssituation. In dieser solidarischen Gemeinschaft finden Sie die nötige Motivation und Stärke, um wieder mehr Selbstfürsorge zuzulassen und die Zukunft Ihres Kindes mit neuem Rückhalt und praktischen Strategien zu gestalten.

Demnächst hier: Selbsthilfegruppen zum Thema FASD aus ganz Deutschland

Wusstest du, dass es 2023 laut einer Befragung durch die NAKOS über 36.000 Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland gibt? Wenn wir für von Recherche über die Kontaktaufnahme bis hin zur Prüfung und Aufnahme in unser Verzeichnis nur 5 Minuten Zeit investieren müssten, wären wir über 3000 Stunden damit beschäftigt. Das wäre eine Person ein Jahr lang täglich ca. 8 Stunden.

Wir beginnen daher systematisch, Selbsthilfegruppen, Selbsthilfe-Beratungsstelle, Selbsthilfe-Organisationen an Board zu nehmen. Das braucht Zeit. Wir bitten um Verständnis.

Bis es soweit ist, kannst du dich auch an eine der regionalen Selbsthilfe Kontakt- und Beratungsstellen in unserem Selbsthilfe-Labor wenden!

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