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Soziale Selbsthilfe

Selbsthilfe & Frühgeborene

Wenn ein Kind viel zu früh geboren wird, folgt auf den Schock oft eine kräftezehrende Zeit zwischen Hoffen und Bangen auf der Intensivstation. Auch nach der Entlassung bleiben oft Sorgen um die weitere Entwicklung, Ängste vor gesundheitlichen Folgeschäden und das Gefühl, vom sozialen Umfeld in dieser speziellen Belastungssituation nicht vollständig verstanden zu werden. In dieser sensiblen Phase ist es ein wichtiger Schritt zu erfahren, dass Ihre Gefühle der Erschöpfung und Sorge absolut berechtigt sind und es einen Ort gibt, an dem Sie nicht länger allein um die beste Förderung für Ihr Kind kämpfen müssen.

Hier bietet die gemeinschaftliche Selbsthilfe einen geschützten Raum für Mütter und Väter, die als „Experten in eigener Sache“ die Herausforderungen rund um Frühgeborene aus eigenem Erleben kennen. Selbsthilfegruppen sind freiwillige Zusammenschlüsse, in denen sich Eltern auf Augenhöhe begegnen, um sich ohne professionelle Leitung gegenseitig emotional zu stützen und wertvolles Erfahrungswissen zu teilen. Das Herzstück bildet das ehrliche Gespräch in einer Gemeinschaft, die die medizinischen und emotionalen Besonderheiten eines Frühstarts versteht, wodurch soziale Isolation aufgebrochen und echte Solidarität spürbar wird.

Die Teilnahme an einer Gruppe wirkt positiv, indem sie durch tiefe Empathie zeigt, dass Sie mit Ihren Fragen zur Erziehung, Therapie oder zum „korrigierten Alter“ nicht allein sind. Der intensive Wissensaustausch über Förderangebote und sozialrechtliche Ansprüche stärkt Ihre eigene Kompetenz und fördert die Akzeptanz der individuellen Familiensituation. In dieser solidarischen Gemeinschaft finden Sie die nötige Motivation und Stärke, um die Entwicklungsschritte Ihres Kindes mit neuer Zuversicht zu begleiten und Ihren Alltag wieder selbstbestimmt und mit praktischem Rückhalt zu gestalten.

Demnächst hier: Selbsthilfegruppen zum Thema Frühgeborene aus ganz Deutschland

Wusstest du, dass es 2023 laut einer Befragung durch die NAKOS über 36.000 Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland gibt? Wenn wir für von Recherche über die Kontaktaufnahme bis hin zur Prüfung und Aufnahme in unser Verzeichnis nur 5 Minuten Zeit investieren müssten, wären wir über 3000 Stunden damit beschäftigt. Das wäre eine Person ein Jahr lang täglich ca. 8 Stunden.

Wir beginnen daher systematisch, Selbsthilfegruppen, Selbsthilfe-Beratungsstelle, Selbsthilfe-Organisationen an Board zu nehmen. Das braucht Zeit. Wir bitten um Verständnis.

Bis es soweit ist, kannst du dich auch an eine der regionalen Selbsthilfe Kontakt- und Beratungsstellen in unserem Selbsthilfe-Labor wenden!