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Organ

Selbsthilfe & Ohr

Ob Tinnitus, Hörverlust oder chronische Ohrerkrankungen – Probleme mit dem Gehör beeinträchtigen die Kommunikation und führen oft zu einem Gefühl der sozialen Isolation. Viele Selbsthilfe-Interessierte sorgen sich, in Gesprächen nicht mehr mithalten zu können, oder fühlen sich durch ständige Ohrgeräusche im Alltag massiv belastet und unverstanden. In dieser Situation ist es eine große Erleichterung, auf Menschen zu treffen, die ähnliche Erfahrungen teilen und die täglichen Hürden einer Hörbeeinträchtigung ohne langes Erklären nachempfinden können.

Die gemeinschaftliche Selbsthilfe bietet hierfür einen geschützten Raum: Sie ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Menschen, die sich gegenseitig stützen und den Umgang mit ihrer gesundheitlichen Situation aktiv verbessern möchten. In einer Selbsthilfegruppe begegnen sich Selbsthilfe-Aktive auf Augenhöhe, um in einer Atmosphäre von Toleranz und Offenheit wertvolle Tipps auszutauschen – ganz ohne professionelle Leitung, aber getragen von gegenseitigem Vertrauen. Hier steht das Erleben im Mittelpunkt, dass man trotz Einschränkungen des Gehörs ein wertvoller Teil einer starken Gemeinschaft bleibt.

Die Teilnahme an einer Gruppe wirkt sich positiv aus, da der Wissensaustausch über technische Hilfsmittel und Bewältigungsstrategien die eigene Handlungskompetenz im Alltag enorm stärkt. Durch die Empathie und Anteilnahme der anderen Mitglieder wachsen die Akzeptanz der eigenen Situation und die Motivation, wieder aktiv am sozialen Leben teilzunehmen. Der Weg in die Selbsthilfe lohnt sich, weil die Gemeinschaft die innere Kraft festigt und zeigt, dass ein erfülltes Leben und gelingende Kommunikation auch mit Ohrerkrankungen möglich sind.

Demnächst hier: Selbsthilfegruppen zum Thema Ohr aus ganz Deutschland

Wusstest du, dass es 2023 laut einer Befragung durch die NAKOS über 36.000 Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland gibt? Wenn wir für von Recherche über die Kontaktaufnahme bis hin zur Prüfung und Aufnahme in unser Verzeichnis nur 5 Minuten Zeit investieren müssten, wären wir über 3000 Stunden damit beschäftigt. Das wäre eine Person ein Jahr lang täglich ca. 8 Stunden.

Wir beginnen daher systematisch, Selbsthilfegruppen, Selbsthilfe-Beratungsstelle, Selbsthilfe-Organisationen an Board zu nehmen. Das braucht Zeit. Wir bitten um Verständnis.

Bis es soweit ist, kannst du dich auch an eine der regionalen Selbsthilfe Kontakt- und Beratungsstellen in unserem Selbsthilfe-Labor wenden!