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Psychische Erkrankung (Psyche)

Selbsthilfe & Psychose

Nach dem Erleben einer Psychose ist die Verunsicherung oft groß, und das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung muss mühsam wieder aufgebaut werden. Viele Selbsthilfe-Interessierte sorgen sich vor einem Rückfall, leiden unter den Nebenwirkungen der Medikation oder fühlen sich durch das Unverständnis ihrer Umwelt zutiefst isoliert. In dieser verletzlichen Phase ist es eine enorme Entlastung, auf Menschen zu treffen, die ähnliche außergewöhnliche Erfahrungen teilen und die emotionalen Herausforderungen einer Psychose ohne Vorurteile oder Stigmatisierung nachempfinden können.

Die gemeinschaftliche Selbsthilfe bietet hierfür einen sicheren und geschützten Raum: Sie ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Betroffenen, die sich gegenseitig stützen und ihre psychische Gesundheit aktiv mitgestalten möchten. In einer Selbsthilfegruppe begegnen sich Selbsthilfe-Aktive auf Augenhöhe, um in einer Atmosphäre von Toleranz und Offenheit über ihre Erlebnisse und den Weg zurück in den Alltag zu sprechen. Dieser Austausch findet ohne professionelle Leitung statt, rückt aber das gegenseitige Vertrauen und das solidarische Miteinander in den Mittelpunkt, um gemeinsam die eigene Stabilität zu festigen.

Die Teilnahme an einer Gruppe wirkt sich positiv auf den Genesungsweg aus, da die tiefe Empathie und Anteilnahme helfen, die Scham über das Erlebte abzubauen und das Selbstbewusstsein zu stärken. Durch den intensiven Wissensaustausch über Frühwarnzeichen und Bewältigungsstrategien wachsen die Akzeptanz der eigenen Geschichte sowie die Motivation für eine eigenverantwortliche Lebensgestaltung. Der Weg in die Selbsthilfe lohnt sich, weil die Gemeinschaft den Rücken stärkt und zeigt, dass durch den Rückhalt anderer wieder Sicherheit, Orientierung und echte Lebensqualität wachsen können.

Demnächst hier: Selbsthilfegruppen zum Thema Psychose aus ganz Deutschland

Wusstest du, dass es 2023 laut einer Befragung durch die NAKOS über 36.000 Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland gibt? Wenn wir für von Recherche über die Kontaktaufnahme bis hin zur Prüfung und Aufnahme in unser Verzeichnis nur 5 Minuten Zeit investieren müssten, wären wir über 3000 Stunden damit beschäftigt. Das wäre eine Person ein Jahr lang täglich ca. 8 Stunden.

Wir beginnen daher systematisch, Selbsthilfegruppen, Selbsthilfe-Beratungsstelle, Selbsthilfe-Organisationen an Board zu nehmen. Das braucht Zeit. Wir bitten um Verständnis.

Bis es soweit ist, kannst du dich auch an eine der regionalen Selbsthilfe Kontakt- und Beratungsstellen in unserem Selbsthilfe-Labor wenden!