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Krebs

Selbsthilfe & Prostatakrebs

Die Diagnose Prostatakrebs trifft Betroffene oft völlig unvorbereitet und löst tiefgreifende Sorgen um die eigene Gesundheit, die Partnerschaft und die männliche Identität aus. Viele Selbsthilfe-Interessierte beschäftigt die Angst vor operativen Folgen wie Inkontinenz oder Impotenz, Themen, über die im privaten Umfeld oft nur schwer offen gesprochen werden kann. In dieser belastenden Phase ist es eine enorme Erleichterung, auf Männer zu treffen, die ähnliche medizinische Wege bereits gegangen sind und diese intimen Sorgen aus eigener Erfahrung nachempfinden können.

Die gemeinschaftliche Selbsthilfe bietet hierfür einen geschützten und vertraulichen Rahmen: Sie ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Betroffenen, die sich gegenseitig stützen und ihr Wissen im Umgang mit der Erkrankung teilen möchten. In einer Selbsthilfegruppe begegnen sich Selbsthilfe-Aktive auf Augenhöhe, um in einer Atmosphäre von Toleranz und Offenheit über Therapieoptionen und den Alltag zu sprechen – ganz ohne professionelle Leitung, aber getragen von gegenseitiger Diskretion. Hier zählt das ehrliche Gespräch unter Männern, das eine wertvolle menschliche Ergänzung zur onkologischen Behandlung darstellt.

Die Teilnahme an einer Gruppe wirkt sich positiv auf den Heilungsweg aus, da der direkte Wissensaustausch über Behandlungsmethoden und Reha-Maßnahmen die eigene Entscheidungskompetenz im Arztgespräch enorm stärkt. Durch die Empathie und die sachliche Anteilnahme der Gemeinschaft wachsen die Akzeptanz der veränderten Lebenssituation sowie die Motivation, aktiv für die eigene Lebensqualität einzutreten. Der Weg in die Selbsthilfe lohnt sich, weil die Gruppe den Rücken stärkt und zeigt, dass man mit der Diagnose Prostatakrebs nicht allein steht, sondern von der Erfahrung einer starken Gemeinschaft profitieren kann.

Demnächst hier: Selbsthilfegruppen zum Thema Prostatakrebs aus ganz Deutschland

Wusstest du, dass es 2023 laut einer Befragung durch die NAKOS über 36.000 Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland gibt? Wenn wir für von Recherche über die Kontaktaufnahme bis hin zur Prüfung und Aufnahme in unser Verzeichnis nur 5 Minuten Zeit investieren müssten, wären wir über 3000 Stunden damit beschäftigt. Das wäre eine Person ein Jahr lang täglich ca. 8 Stunden.

Wir beginnen daher systematisch, Selbsthilfegruppen, Selbsthilfe-Beratungsstelle, Selbsthilfe-Organisationen an Board zu nehmen. Das braucht Zeit. Wir bitten um Verständnis.

Bis es soweit ist, kannst du dich auch an eine der regionalen Selbsthilfe Kontakt- und Beratungsstellen in unserem Selbsthilfe-Labor wenden!

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